Dezember 2025
Persönlich

Mein Jahresrückblick 2025

Ein intensives Jahr neigt sich dem Ende und es ist Zeit, Bilanz zu ziehen. Was hat mich beschäftigt? Womit habe ich meine Zeit verbracht? Was hat mir Energie geraubt und wie konnte ich meine Batterien wieder aufladen? Bevor ich verrate, worauf ich mich 2026 konzentrieren möchte, dient dieser Rückblick dazu, einen gedanklichen Schlussstrich unter so manches Projekt zu ziehen und den Kopf freizubekommen für neue Ideen, Projekte und Angebote.

Spannend finde ich dabei zu sehen, wie es mir mit meinem Motto DRANBLEIBEN 2025 ergangen ist und in welcher Form ich meine zu Beginn des Jahres formulierten Bedürfnisse erfüllen konnte. Eins sei schon verraten: Ich habe viele neue Projekte angepackt und Dinge ausprobiert – so wie ich es mir getreu dem Motto auf der Postkarte 2024 vorgenommen habe.

Rueckblick 2025
Schnee & Frost zu Weihnachten in Hart.

Mut

Unikarte
Bedienstete der Universität Graz

Bereits als Studentin in Innsbruck und Graz stellte ich es mir ganz toll vor, selbst einmal an der Uni zu unterrichten. Im abgelaufenen Jahr recht überraschend dann die Anfrage, ob ich für eine Kollegin einspringen könnte. Sofort hörte ich meine kritische innere Stimme sagen: Bin ich dafür auch wirklich geeignet und gut genug? Was kann ich den Studierenden beibringen? Immerhin haben sich die Arbeitsbedingungen und die Erwartungen auf Kundenseite in den letzten 20 Jahren verändert. Nach einem erfolgreichen Bewerbungsgespräch und einer intensiven Vorbereitungszeit im Februar, startete Anfang März mein 1. Unikurs, mein 1. Semester „auf der anderen Seite“. Seit Herbst ist die Kollegin zum Glück wieder zurück, und ich darf auch im nächsten Jahr wieder einen Kurs übernehmen. Ein anderen. Mit einem anderen Schwerpunkt und neuen Studierenden – daher wird mit der entsprechenden Vorbereitung das kommende Sommersemester erneut eine spannende Erfahrung für mich. Ich freue mich aber schon jetzt auf den Austausch mit den Teilnehmenden, die für ihr weiteres Studium und ihre berufliche Zukunft hoffentlich viel mitnehmen können. Manchmal braucht es eben ein wenig Mut, um eine lang ersehnte Gelegenheit beim Schopf zu greifen.

Mitgestalten & Kreativität

Eine besonders spannende Reise im vergangenen Jahr war für mich die Teilnahme an we:transform mit dem Schwerpunkt Triple Transformation – einem Programm der Kreativwirtschaft Austria für Kreative aus ganz Österreich. Ein Mix aus Impulsvorträgen und Regionaltreffen ermöglichte den Austausch zur sozialen, ökologischen und digitalen Transformation und zur Reflexion, wie sich die unterschiedlichen Aspekte auf das eigene Business auswirken. In der Projektgruppe „Visionen 2030“ widmete ich mich gemeinsam mit 8 anderen Kreativen der Frage, welche Herausforderungen und Bedürfnisse Kunden in 5 Jahren haben werden. Unser zwischenzeitliches Fazit: Die Bedürfnisse von morgen ähneln jenen der Vergangenheit, auch wenn sich unsere Arbeitsumgebung massiv verändern wird – zielgerichtete Kommunikation und ergebnisoffene Prozesse sind dabei wichtiger denn je.

Es hat sich gezeigt, dass ein branchenübergreifender Informations- und Gedankenaustausch dabei unterstützt, resilient in die Zukunft blicken zu können. Nur so ist es möglich, die eigene Arbeit in einem dynamischen Umfeld kontinuierlich weiterzuentwickeln und neue Angebotsformen definieren zu können, um langfristig relevant zu bleiben.

Dieser intensive Austausch mit Menschen aus unterschiedlichen Berufsgruppen und Schwerpunkten war der Auslöser, meine eigenen Angebote zu überdenken und neue Kommunikationsmittel zu kreieren, die meine Leistung mit einem Augenzwinkern auf den Punkt bringen und bei Kunden im Gedächtnis bleiben. So entstanden meine neuen Postkarten und mein Slogan „Post statt Posten“, der mich vor allem in der Vorweihnachtszeit begleitete.

Wetransform1 Salondeluxe 300ppi 154
Teil von we:transform 2025
Foto: (c) cardamom

Vertrauen

Postkarten Trio
Postkarten mit Augenzwinkern

Apropos Postkarten: Beim Texten und Entwerfen stand stets die Frage im Raum „Braucht es jemanden wie mich in Zeiten von ChatGPT und Co überhaupt noch“? Und meine Antwort ist eindeutig JA. Die Projekte, an denen ich im vergangenen Jahr mitarbeiten durfte, reichten von wissenschaftlichen Arbeiten über Audioguides, Flyer, Magazine und Strategiepapiere bis hin zu Buchprojekten und zeigten klar, dass die KI alleine nicht ausreicht, um aussagekräftige und reflektierte Texte zu verfassen. Es können zwar teilweise gute Ergebnisse erzielt werden, wenn die Maschine mit den entsprechenden Informationen gefüttert wird, es lässt sich jedoch meist schnell erkennen, wenn die eigene Auseinandersetzung mit dem Thema fehlt und immer dieselben Formulierungen verwendet werden.

Ich vertraue daher darauf, dass die Außensicht auf Konzepte und Ideen sowie der Feinschliff an Texten weiter gefragt sein wird. Gleichzeitig setzte ich bereits in den letzten Monaten auf mehr Bewusstseinsbildung, damit klar ist, was sich hinter den Begriffen Lektorat und Korrektorat verbirgt. Denn es ist viel mehr als das bloße Verbessern von Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung. Und ich freue mich schon sehr auf die kurzen Clips, die ich vor Kurzem aufgenommen habe und die zu Beginn des neuen Jahres bereit sind, um für mehr Sichtbarkeit und Klarheit zu sorgen.

Bewegung

Mein fester Vorsatz, mich in diesem Jahr mehr zu bewegen, hat leider nur teilweise funktioniert: Sobald es die Temperaturen im Frühjahr zuließen, schnappte ich mir meine Laufschuhe und rannte drauflos. Okay, länger als 30 Minuten schaffte ich nicht … aber immerhin ein Anfang. Und damit meine Motivation nicht nach der ersten Woche wieder verflog, ließ ich mir einen Trainingsplan erstellen mit dem Ziel, beim „Wings for Life“-Run zumindest 10 Kilometer zu schaffen. Ein durchaus ambitioniertes Ziel, wenn man bedenkt, dass ich schon länger nicht mehr gelaufen bin (und nie eine gute Läuferin war). Der Plan stand, die Motivation war gut – egal, ob die Sonne schien, der Terminkalender pump voll war oder es aus Kübeln schüttete, ich schlüpfte konsequent zwei Mal pro Woche in meine Laufklamotten und genoss die Strecke – Zeit für mich, der Blick auf die Pulsuhr und Musik in den Ohren. Mein Training hat sich 3 Monate später ausgezahlt: Ich schaffte 14,05 km, bis mich nach 1 Stunde, 28 Minuten und 11 Sekunden das virtuelle Catcher Car einholte. Ich war stolz auf mich und darauf, dass ich konsequent bei der Sache blieb.

Hoch motiviert meldete ich mich gleich zum Halbmarathon im Oktober an und trainierte weiter. Doch leider zwang eine Muskelverletzung mich, eine längere Pause einzulegen und so verbringe ich seit Mitte Juli die Zeit mit Physiotherapie, Übungen und der Hoffnung, dass ich im nächsten Frühjahr wieder entlang von blühenden Wiesen, rund um tiefblaue Seen und durch duftende Wälder laufen kann. Ich freue mich schon wieder auf diese aktiven Auszeiten, die der Kopf benötigt, um wieder kreativ sein zu können und um mit einem frischen Blick die Texte meiner Kundinnen und Kunden zu bearbeiten.

Wings For Life
Start beim Wings for Life Run

Freude am Tun

Schreibworkshop Keiper
Schreibworkshop in der edition Keiper

Ich liebe es zu schreiben und andere dafür zu motivieren. Und nachdem als Reaktion auf meinen ersten Workshop zum Muttertag mehrere auf mich zukamen und mir entweder ihre Räumlichkeiten für weitere Workshops anboten oder über eine Kooperation nachdachten, stand mein Vorhaben fest: 1 Workshop pro Monat sollte es sein, zu unterschiedlichen Schwerpunkten, an möglichst vielseitigen Plätzen. Insgesamt entstanden so 7 Schreibworkshops an inspirierenden Orten: in einem Hotel, einer Buchhandlung, einem Atelier, einer Bibliothek, einem Verlagshaus und im Grünen. Manche haben sich dabei wie von selbst gefüllt, bei anderen war es etwas aufwendiger, Teilnehmende zu finden – lag es am Ort, an der Zeit, am Thema? Wer weiß … Mein Entschluss steht jedoch fest: Auch 2026 wird es Schreibworkshops zu unterschiedlichen Themen und für ganz besondere Zielgruppen geben. Denn ich bin davon überzeugt, dass ein paar persönliche Zeilen mehr bedeuten als so manches teure Geschenk. Ein selbst geschriebener Text kann außerdem viel mehr als nur leere Seiten füllen. Schreiben bedeutet, sich Zeit zu nehmen zum Reflektieren, zum Verarbeiten, zum Sortieren. Und das werden wir trotz, oder gerade wegen der massiven Verwendung von diversen KI-Tools in Zukunft noch mehr benötigen als je zuvor.

Die ersten Workshops zum Start ins neue Jahr sind bereits fixiert, weitere sind in Planung. Wer spannende Schreiborte kennt oder mit Freunden und Kolleginnen gerne einen kreativen Tag verbringen möchte und dabei von meiner Freude am Schreiben angesteckt werden will, meldet sich gerne bei mir.

Ausblick 2026

Und wie sieht es nun mit dem Motto für das kommende Jahr aus? Nach Fokus, Vertiefung, Balance und Dranbleiben geht es im nächsten Jahr für mich darum, bei allen Projekten und Aufgaben stets zu hinterfragen, ob etwas SINN ergibt. Wo lohnt sich der Aufwand? Wo entsteht durch die Zusammenarbeit Energie? Und wie kann ich mit meiner Arbeit für alle Beteiligten SINN STIFTEN, um einen Mehrwert zu schaffen? Das gilt auch für die Auswahl der Netzwerktreffen, die Impulsvorträge und jede Form des Austauschs.

Weitere Bedürfnisse, die ich 2026 nicht aus den Augen verlieren möchte sind Inspiration, Menschlichkeit, Weiterentwicklung im Sinne von Vertiefung, Klarheit, Selbstwert und Verständnis. In diesem Sinne nehme ich mir vor, offen über meine Ideen zu sprechen, Feedback einzuholen und weiter daran zu feilen, um sie auf ihre Relevanz für bestimmte Zielgruppen zu testen.

Ich bin schon gespannt, wie meine Bilanz nächstes Jahr zu dieser Zeit ausfällt, woraus ich Inspiration geschöpft habe und was zu mehr Klarheit beigetragen hat. Auf ein neues Jahr, das Sinn ergibt!

Sinn Das Kann Ich Entwickeln
Angebote mit Sinn entwickeln